Im Umgang mit der Waffe gibt es eine Reihe von Grundpositionen, die die Körperhaltung, die Position der Waffe und die Art und Weise wie sie gehalten wird, bezeichnen.
untere - mittlere - obere Position
diese Begriffe bezeichnen im wesentlichen
die Position der Hände, die die Waffe halten.
Aus chūdan-no-kamae wird die Waffe leicht gesenkt mit der Bereitschaft sie jederzeit wieder zu heben. Dies bietet dem Gegner eine Öffnung zum Angriff. Das Gewicht ist gleichmäßig auf beide Füße verteilt, um jederzeit aus der Angriffslinie herauszutreten.
Allgemeine Bereitschaftsstellung. Die Hände halten die Waffe entspannt in etwa in Höhe der
Körpermitte, wobei die Spitze auf Brust-, Hals-, Kopfpartie des Gegners gerichtet ist.
Schwert: rechte Halbstellung - migi hanmi (vgl. seigan-no-kamae)
Stock: linke Halbstellung - hidari hanmi (hier: schmaler, seitlicher Stand, auch tsuki-no-kamae)
Stellung mit über dem Kopf gehaltener Waffe. Die Hände befinden sich oberhalb der Stirn und die Ellbogen sind nach außen abgewinkelt, um einen freien Blick nach vorne zu gewährleisten. In Bereitschaftsstellung befindet sich die Spitze der Waffe senkrecht über dem Kopf. In Verteidigungsstellung wird die Waffe (Schwert: mit nach hinten weisender Schneide) als Deckung seitlich vor den Körper gehalten.
Stockstellung: der Stock wird mit einer Hand im oberen Drittel gehalten und so hinter dem Körper versteckt, daß er von vorne nicht zu sehen ist; dabei weist das lange Stockende nach unten.
Schwertstellung (ken-no-kamae): rechtes hanmi mit bokken in beiden Händen vor der Körpermitte. Das Gewicht ist zentriert über beiden Füßen und die Hände befinden sich auf Höhe des Nabels. Die linke Hand hält das Schwertende etwa eine Faustbreit vom Körper. Die Klinge ist leicht nach rechts geneigt, um ihre Krümmung auf natürliche Weise zu nutzen. Die Schwertspitze ist auf die Augen des Gegners gerichtet. Der Blick geht geradeaus.
"Phase-Acht-Stellung". Linke Halbstellung mit Blick nach vorne, Gewicht gleichmäßig verteilt.
Die Waffe wird senkrecht (Stock) bzw. bis zu 30° hinter der Senkrechten (Schwert) gehalten, wobei sich
die Hände auf Höhe von Brust und Schulter befinden und die Unterarme in etwa das Schriftzeichen
für die Zahl Acht
bilden.
Opferstellung. Linkes hanmi mit nach rechts hinten gesenkter Waffe, z.B. um die Länge des Schwertes bei abgebrochener Klinge zu verbergen.